STRAHLENTHERAPIE - BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN BEI "GUTARTIGEN ERKRANKUNGEN"

Eine niedrig dosierte Strahlenbehandlung hat eine entzündungshemmende und dadurch schmerzlindernde Wirkung. Dies ist seit vielen Jahrzehnten bekannt. Die wohltuenden Effekte einer solchen Therapie sind wissenschaftlich belegt. Eingesetzt wird die sogenannte Entzündungs- oder Röntgenreizbestrahlung heute vornehmlich bei Erkrankungen des muskuloskelettalen Systems.

Hierzu gehören v.a. Arthrosen an Gelenken der Hand, der Schulter, der Hüfte oder des Knies. Eingesetzt wird die Entzündungsbestrahlung auch beim Fersensporn, beim Tennisellenbogen oder bei Schleimbeutelentzündungen (Bursitis). Nach Literaturdaten profitieren 60-80% der Patienten mit einer Schmerzlinderung oder dauerhafter Beschwerdefreiheit.

Die Entzündungsbestrahlung wird in insgesamt sechs Sitzungen von ca. 1 Minute Dauer durchgeführt. Bei zwei Terminen pro Woche ergibt sich eine Gesamtbehandlungszeit von drei Wochen. Bis zur Beurteilung des Behandlungsergebnisses muss man danach etwa zwei Monate abwarten. Bestehen zu diesem Zeitpunkt noch Beschwerden, ist eine Wiederholung möglich.

Die Kosten für eine Entzündungsbestrahlung werden von der Krankenkasse übernommen.

LITERATURHINWEIS

Seegenschmiedt MH et al: Radiation therapy for non-malignant disorders: state of the art and update of the evidence-based practice guidelines. Br J Radiol 88, epub May 8, 2015.
Prokein B et al: Radiotherapy of painful heel spur with two fractionation regimens: results of a randomized multicenter trial after 48 weeks follow-up. Strahlenther Oncol 193:483-490, 2017.

LETZTE AKTUALISIERUNG DIESER SEITE

02. August 2018